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Kurzsichtigkeit (Myopie)

Ein kurzsichtiges (myopes) Auge ist meist zu lang, seine Form eher längsoval statt kugelförmig. Hornhaut und Linse brechen die aus der Ferne einfallenden Lichtstrahlen so, dass der Brennpunkt vor der Netzhaut liegt (Abbildung Schema Kurzichtigkeit). Beim Blick in die Ferne entsteht daher ein unscharfes Bild (Blätter und Zaun in der Abbildung Unscharfes Bild in der Ferne). Ein Kurzsichtiger kann jedoch Gegenstände in der Nähe – z.B. die Blume in der Abbildung Unscharfes Bild in der Ferne unten – scharf sehen. Man unterscheidet leichte Kurzsichtigkeit (bis zu -3 Dioptrien), mittlere (über -3 bis -10 Dioptrien) und starke (über -10 Dioptrien). Der medizinische Fachausdruck „Myopie“ bedeutet übrigens, wörtlich übersetzt, „Blinzelsichtigkeit“.

Korrektur der Kurzsichtigkeit

1. Optische Korrektur (Brille oder Kontaktlinsen)

Durch konkave – also nach innen gewölbte – Linsen (Zerstreuungslinsen) werden die aus der Ferne auftreffenden Lichtstrahlen etwas gestreut, bevor sie auf das Auge treffen. Die bei Kurzsichtigkeit (relativ) zu starke Brechkraft von Hornhaut und Linse wird also durch die vorgesetzte Linse von Brille/Kontaktlinsen gemindert, deshalb auch „Minusgläser“ (Dioptrienwerte mit negativem Vorzeichen).

2. Korrektur durch operativen Eingriff

Auch durch einen operativen Eingriff ist die Korrektur der Kurzsichtigkeit prinzipiell möglich. Eine ausführliche Untersuchung der Augen gibt Aufschluss über die Eignung. Der am häufigsten praktizierte Eingriff ist die LASIK bzw. Femto-LASIK, die eine Korrektur von bis zu -8 dpt erlaubt. Zur Korrektur höherer Kurzsichtigkeit eignet sich prinzipiell das Einsetzen einer Zusatzlinse.